Ostseebad Heringsdorf

Bansin

Bahnhof Heringsdorf (c) by Hartmut Mellerowitz.de

Ostsee

 

Die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf liegt im Osten der Insel Usedom direkt an der Ostsee, nahe der polnischen Grenze. In unmittelbarer Nähe von Heringsdorf liegen der Schmollensee, der Gothensee und der Wolgastsee.

 

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Seebad Ahlbeck, Seebad Heringsdorf, Seebad Bansin, Gothen, Bansin Dorf, Neu Sallenthin, Alt Sallenthin und Sellin.

Heringsdorf wurde 1818 als Fischerkolonie angelegt. Bereits kurze Zeit später begann der Badebetrieb, nachdem Herr von Bülow, der Besitzer des Ritterguts Gothen, das erste Gästequartier auf dem Kulm, einer sandigen Erhebung oberhalb der Küste, baute. Seine Ländereien erstreckten sich bis an die Ostsee. Er ließ sie Parzellen aufteilen und verkaufte die Grundstücke für den Bau von repräsentativen Villen, vornehmlich an Adlige und wohlhabende Berliner.

Zu Kaiserzeiten wurden Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin als „Badewanne Berlins“ bekannt. Auch die kaiserliche Familie weilte mehrfach zur Erholung in den Badeorten.

Am 1. Januar 2005 schlossen sich die drei Ostseebadeorte Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin zur Gemeinde Dreikaiserbäder zusammen. Am 1. Januar 2006 wurde die Gemeinde in Ostseebad Heringsdorf umbenannt.

Bekannt wurden die Orte durch ihre eindrucksvollen Seebrücken und Villenbauten, die heute unter dem Begriff Kaiserliche Bäderarchitektur zusammengefasst werden.

Die Seebrücke Heringsdorf ist mit über 500 Metern die längste Seebrücke Deutschlands. Sie wurde nach einem Jahr Bauzeit 1995 eröffnet. Die ursprüngliche Kaiser-Wilhelm-Brücke wurde in den 50er Jahren durch Brandstiftung vernichtet.

 

Eine zwölf Kilometer lange Strandpromenade verbindet seit Sommer 2011 die bekannten Ostseebäder (Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin mit der polnischen Stadt Swinemünde. Mit der Flaniermeile ist mit einer Gesamtlänge von ca. 12 km, die längste Strandpromenade Europas entstanden.